Hormone

Hormone beeinflussen unser ganzes Leben

 

Spezialist für Speichel-Hormon-Test. Eva Krankl ist Hormonexpertin und nach Censa lizenziert. Was wenigen bewusst ist, der Hormonhaushalt verändert sich über die Lebensphasen hinweg.

Das beste Beispiel finden wir etwa in der Pubertät. Bereits in jungen Jahren beginnt sich der ganze Hormonhaus im Körper zu verändern. Wer fragt schon groß nach, wenn mit Stimmungsschwankungen, Wachstum der Schamhaare, Wachsen der weiblichen Brust usw. eine neue Lebensphase einläutet?

Früher galten die Wechseljahre als ganz normaler und natürlicher Prozess. Als das wurde er auch gesehen. Heute heißt er Menopause und wird gleichgesetzt mit einem mehr oder weniger abrupten Statuswechsel. Deshalb wollen viele Frauen die Diagnose auch schnell gestellt haben, etwa so wie bei der Frage: „Bin ich schwanger oder nicht?“ Doch im Gegensatz zur Schwangerschaft, wo es nur schwanger oder nicht-schwanger gibt, schaut das bei Wechseljahren oder Menopause ganz anders aus.

Der Beginn der Wechseljahre ist ein schleichender Prozess, sowohl beim Mann (etwas langsamer) als auch der Frau. Die Frau ist nicht von heute auf morgen in den Wechseljahren, dies geschieht über Jahre hinweg. Der Monatszyklus verändert sich allmählich und die Eierstöcke stellen ihre Tätigkeit langsam aber sicher ein. Doch anders als früher kann dieser Prozess schon im Alter von 40 einsetzen. Das hängt ganz von den Lebensumständen ab.

Doch auch darüber kann uns unser Hormonhaushalt durch unsere stressige Lebensweise ganz stark aus dem Gleichgewicht bringen.

Warum ein Speichel-Hormontest?

Speichel wird aus dem Blut gefiltert, wobei rote Blutkörperchen zurückgehalten werden. Hormone dagegen gelangen aus dem Blut in den Speichel. Im Speichel ist es möglich, anders als im Blutserum, die Hormone auch in anderen Ebenen anzusehen in denen sie tatsächlich auch aktiv sind.

Bluttests können diese Ebenen nicht wieder spiegeln. Auch bei der transdermalen Hormonersatztherapie (Aufnahme über die Haut) empfiehlt sich wieder ein Speicheltest. Der Grund liegt daran, dass einmal durch die Haut in das Blut aufgenommene Hormone sich an die roten Blutzellmembranen binden. 

Dies geschieht, um ungünstige Wechselwirkungen mit dem wässrigen Plasma zu minimieren. Die meisten Hormone “lieben Fett” und ziehen es somit vor, sich an Fette zu binden. Sobald Ihre Blutprobe entnommen wird, wird sie meist zentrifugiert und die roten Blutkörperchen werden zusammen mit den Hormonen vor der Analyse entfernt.

Das bedeutet, dass auch nach mehrwöchiger Anwendung von transdermalem Hormonen die Blutserumtests keine starke Zunahme der Hormone zeigen, während Speicheltests bereits nach ein paar Stunden einen Anstieg anzeigen.